Kaum eine andere Sportart bietet so facettenreiche Möglichkeiten wie das Tauchen. Sanft durchs Wasser zu gleiten und in eine andere „Welt“ zu entschwinden,macht den Reiz aus, besonders, wenn es so mühelos und fast wie von selbst geht, wie es der Prototyp „maraneo one“ verspricht.

Arne Grosse Austing und Niklas Kerssenfischer, zwei Ingenieure mit hoher Affinität für den Wasser- und Tauchsport, entwickelten den ersten Antrieb, mit dessen Hilfe sich Taucher freihändig, schnell und wendig fortbewegen können. Zwei Antriebe an den Oberschenkeln, ein Akku auf dem Rücken und die Fernbedingung in der Hand – so sollen Taucher zukünftig mit bis zu 8 km/h durchs Wasser gleiten können. Außerdem haben sie dank des neuen Antriebs die Hände frei für Arbeiten unter Wasser und können dabei ganz intuitiv durch Körperbewegungen manövrieren.

Im Mai 2015 konnten die beiden Gründer beim Gründungswettbewerb „Senkrechtstarter“ der Wirtschaftsförderung Bochum mit ihrer Idee vom agilen und pfeilschnellen Tauchen überzeugen. Die maraneo GmbH belegte den ersten Platz und erhielt die Siegprämie in Höhe von 15.000 Euro. Die Entwicklung von der Idee zum fertigen Produkt begann bereits 2012. Damals stellten die Ingenieure Überlegungen an, wie Elektromobilität unter Wasser aussehen könnte. Die maraneo GmbH ist heute eines von vier Unternehmen, die aus den Aktivitäten der Hochschule Bochum im Bereich Elektromobilität entstanden sind. Das erforderliche Know-how für die Umsetzung ihrer Idee bis hin zum funktionstüchtigen Prototypen eigneten sich die beiden Gründer während ihres Studiums an, wo sie an der Entwicklung und dem Bau des Solarautos BOcruiser beteiligt waren. Seit Januar 2015 konzentrieren sie sich im Rahmen eines EXIST-Gründerstipendiums, EU-Förderprogramm für Existenzgründung aus der Wirtschaft, auf die Optimierung, Prüfung und Zulassung der Komponenten und arbeiten dabei eng mit Partnern aus dem „ruhrvalley“ zusammen.

Um die hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit sicherzustellen, wird jeder maraneo one von Hand gefertigt. Die Einzelkomponenten lassen die Ingenieure von kompetenten Partnern in Deutschland individuell nach ihren Vorgaben fertigen und montieren sie persönlich. Bei anschließenden Testfahrten wird jedes Gerät auf Herz und Nieren geprüft und die Dichtigkeit bis auf ein Vielfaches der vorgesehenen Einsatztiefe sichergestellt. Aktuell werden die Vorserienmuster noch mit Pilotkunden europaweit erprobt, sollen aber ab Sommer 2016 erhältlich sein.

Weitere Informationen unter www.maraneo.com