1864 gegründet, gehört die Gebr. Eickhoff Maschinenfabrik und Eisengießerei GmbH zu den ältesten Unternehmen des Ruhrgebiets. Ihr Name ist seit den 1920er Jahren untrennbar verbunden mit zahlreichen

Innovationen im Rahmen der Mechanisierung des Steinkohlenbergbaus durch Gewinnungs- und Fördermaschinen. Sie machen bis heute einen bedeutenden Teil des Produktionsprogramms aus. Weitere Schwerpunkte liegen im Getriebebau, etwa für Windkraftanlagen, bei Kokereimaschinen und Gießereiprodukten.

Das Familienunternehmen von Firmengründer Johann Henrich Carl Eickhoff aus Bochum bedient traditionsgemäß und weltweit den Bergbau mit Abbaumaschinen für Erz, Salz und Steinkohle. In den 1920er Jahren wurden neben den Schüttelrutschen die Schrämmaschinen zum Produktionsschwerpunkt, in den 1930er Jahren folgten zudem Förderbänder. Seit dieser Zeit war Eickhoff maßgeblich an der Vollmechanisierung des Untertagebergbaus durch die Kombination von Kohlengewinnung, Ladung und Förderung in einer Maschine beteiligt – und ist heute Weltmarktführer bei Hochleistungsmaschinen der Bergbautechnik zur automatisierten Gewinnung unter Tage.

Als zweites Standbein nutzt das Unternehmen die im Bergbau gewonnenen technischen Erfahrungen, um das Geschäft in andere Branchen auszuweiten. Insbesondere hat sich Eickhoff bis heute als Spezialist auf dem Sektor Getriebebau etabliert, vor allem für Großgetriebe, die leise und verschleißarm arbeiten.

Eickhoff hat als einer der wenigen Bergbauzulieferer des Ruhrgebiets nicht nur die Kohlenkrise überlebt, sondern ist auch weiterhin im traditionellen Arbeitsgebiet tätig. Durch seine kontinuierliche Entwicklung als Familienunternehmen seit mehr als 150 Jahren hat sich Eickhoff einen guten Ruf im Ruhrgebiet erarbeitet und wird seit 2014 auch in der Route der Industriekultur aufgelistet.