Flughafen Dortmund erhält Auszeichnung für NachhaltigkeitDer Dortmund Airport ist nach Düsseldorf und Köln/Bonn der drittgrößte Flughafen in NRW. Im Dezember 2015 wurde er für sein Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit bereits zum zweiten Mal von der Stadt Dortmund als ÖKOPROFIT-Betrieb ausgezeichnet.

Mit rund 20 Zielen in Mittel- und Osteuropa hat sich der Flughafen als „Tor zum Osten“ etabliert. Dabei sind Beeinträchtigung für die Umwelt wie Lärm- und Schadstoffbelastungen unvermeidbar.

Dortmund stellt sich bereits seit einigen Jahren der Herausforderung, diese Belastungen so gering wie möglich zu halten. So sind Ressourcen schonendes Wirtschaften und die Reduzierung von Emissionen wichtige Instrumente für ein zukunftsorientiertes Handeln. „Seit 2013 bündeln wir in unserem Nachhaltigkeitsprogramm ökologisch, ökonomisch und sozial sinnvolle Maßnahmen. Die Auszeichnung zum ÖKOPROFIT-Betrieb ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg dahin, die Belastung unserer Umwelt durch den Flughafenbetrieb so gering wie möglich zu halten“, so Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager.

Beispielsweise ist die Einführung neuer Technologien ein erster wichtiger Schritt. Auf dem gesamten Flughafengelände haben stromsparende LEDs die herkömmlichen Leuchtmittel abgelöst. Allein durch die neue Beleuchtung in den Parkhäusern lässt sich der Stromverbrauch und die CO2-Emissionen um etwa 60 Prozent senken. Aber nicht nur Strom, sondern auch Wasser wird eingespart. Ein 660.000 Liter fassender Tank, versorgt die Sprinkleranlagen und Toiletten mit Regenwasser. Lediglich in weniger regenreichen Zeiten kommt Frischwasser zum Einsatz.

Doch auch an anderer Stelle zeigt sich die Bereitschaft zum umweltfreundlichen Handeln. Anstatt Autos sind Mitarbeiter auf ihren Wegen von einem Teil des Geländes zum anderen mit Fahrrädern unterwegs. Das hält nicht nur fit und gesund, sondern schont auch die Umwelt. Ressourceneffizient ist auch die RWE-Ladesäule für Elektroautos, die bereits 2013 im Rahmen des Förderprojekts „metropol-E“ errichtet wurde. Innerhalb einer Stunde können hier entsprechende Fahrzeuge aufgeladen werden.

Dass diese Maßnahmen von Erfolg gekrönt sind, beweist die Natur rund um den Flughafen. Seit 2014 sind in direkter Nähe zur Start- und Landebahn drei Bienenvölker ansässig. Die Insekten ermöglichen dem Airport-Team ein sogenanntes Umwelt-Monitoring. Durch die Analyse von Honig-, Wachs- und Pollenproben lassen sich Rückschlüsse auf die tatsächliche Schadstoffbelastung in der Natur ziehen. Der gewonnene „Flughafenhonig“, ist nicht nur bedenkenlos zum Verzehr geeignet, sondern kann sogar als Souvenir erstanden werden.  
 
Seit dem Jahr 2000 realisiert die Stadt Dortmund das Projekt ÖKOPROFIT gemeinsam mit der DEW21, der Effizienz-Agentur NRW, der EDG, der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund und der Handwerkskammer Dortmund. Insgesamt haben 122 Unternehmen am Beratungsprogramm teilgenommen, das vom NRW- Umweltministerium finanzielle Unterstützung erhält. Teilnehmende Betriebe müssen die rechtlichen Anforderungen erfüllen sowie verschiedene Kriterien. Vor Ort überprüft eine unabhängige Kommission aus Vertretern der Kooperationspartner, ob ein Unternehmen die ÖKOPROFIT-Standards erfüllt.