Ein Ort des Fortschritts im RuhrgebietSeit 2011 zeichnet die Landesregierung NRW Institutionen als „Orte des Fortschritts“ aus, die es bei ihren Aktivitäten verstehen, ökonomische, ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen, um auf diese Weise Lösungsbeiträge zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu liefern.

Im Rahmen der Forschungsstrategie Fortschritt NRW wurde im Dezember 2015 das „Internationale Geothermiezentrum“ in Bochum mit dieser Auszeichnung geehrt. Die offizielle Übergabe erfolgte durch Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. In seiner Laudatio betonte er die herausragende Rolle, die das GZB seit 2003 in der Forschungslandschaft Nordrhein-Westfalens einnimmt.

Prof. Dr. Rolf Bracke, Direktor des GZB, zeigte sich erfreut, erinnerte aber daran, dass der Weg zu einer erfolgreichen Energie- und Wärmewende weiterhin konsequent beschritten werden muss. „Geothermie aus größeren Tiefen ist nahezu die einzige Option, das Fernwärmenetz in seiner jetzigen Form auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Mit Ende der fossilen Großkraftwerke fehlt es uns ansonsten an Wärmeenergie für diese Infrastruktur“, so Bracke.

In Zeiten der Energiewende gewinnt das Thema Erdwärme in ganz Nordrhein-Westfalen zunehmend an Bedeutung. Aufgrund seiner Industriegeschichte besitzt das Ruhrgebiet bislang kaum erschlossenes geothermisches Potenzial.

Das Internationale Geothermiezentrum ist eine Verbundforschungs-Einrichtung der Wissenschaft und Wirtschaft mit Sitz an der Hochschule Bochum. Das GZB ist seit 2011 auch Sitz des geothermischen Weltverbandes IGA (International Geothermal Association). Träger sind u.a. Universitäten und Hochschulen aus NRW, Chile, Neuseeland, Kroatien, Griechenland und der Türkei sowie Institutionen, zu denen beispielsweise die EnergieAgentur.NRW und die IHK Mittleres Ruhrgebiet gehören.